home working space

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Einen Home Working Space einzurichten, ist eine echte Herausforderung. Ein Bereich, in dem wir sehr viel Zeit verbringen und der gleichermaßen funktional wie wohnlich sein soll. Schließlich ist hier einiges an Papier und Technik unterzubringen, das Ganze soll sich aber bitte auch ins Gesamtkonzept der Wohnräume integrieren. Der Vorteil eines Home Arbeitsplatzes ist, dass man ganz alleine entscheiden darf, wie und wo er gestaltet wird. Und dafür geben wir dir jetzt ein paar Tipps:

  • Welche Bereiche eignen sich für einen Home Working Space?
  • Was brauchst du alles in deinem Arbeitsbereich?
  • Was sollte beim Kauf von Schreibtisch und Stuhl beachtet werden?
  • Wie schaffst du eine Wohlfühlatmosphäre?

Eigener Bereich oder sogar ein eigener Raum?

Nicht immer steht für den Arbeitsbereich ein separater Raum zur Verfügung. Dann gilt es, einem Raum eine Doppelfunktion zu geben. Gerade wenn Kinder mit im Haushalt leben, muss erkenntlich sein, wo das Arbeiten stattfindet und die Grenze zum Spielen, Malen und Basteln liegt. Knete in der Tastatur oder auf dem Entwurf für den Kunden ist nicht unbedingt optimal. Schaff dir eine klar definierte Zone: ein Schreibtisch mit Regal im Wohnzimmer kann zum Beispiel mithilfe eines Teppichs gruppiert und durch eine größere Pflanze als Raumtrenner abgegrenzt werden.

Ein Arbeitsplatz in der Küche sollte durch eine Lade oder Klappe verstaut werden können, damit beim Zubereiten von Mahlzeiten keine Speisen oder gar Fett an die Materialien gelangen. Im Schlafzimmer sollte der Arbeitsbereich nach Möglichkeit so angelegt werden, dass man ihn vom Bett aus nicht immer im Blick hat. Wer möchte schon beim Einschlafen an die Arbeit erinnert werden? Grundsätzlich ist jede Nische als Arbeitsbereich nutzbar. Ein kleiner Klapptisch mit Regalen darüber, ein Hocker und eine gute Leuchte reichen schon aus, um loszulegen. Vor allem im Flur verstecken sich häufig kleine Ecken, die so sinnvoll genutzt werden können.

Die Zauber-Tür

Ist man in der glücklichen Situation, einen eigenen Raum als Home Working Space zu haben, bieten sich natürlich größere Möglichkeiten, es sich schön beim Arbeiten zu machen. Ultimativer Vorteil eines separaten Raumes ist die Tür, die man am Ende des Tages einfach zumacht! Dabei ist es völlig egal, wie der Arbeitsbereich aussieht, wie viele Kaffeetassen rumstehen und ob man fertig geworden ist. Am nächsten Morgen macht man die Tür einfach wieder auf und macht exakt da weiter, wo man am Vortag aufgehört hat. Plus einer frischen, dampfenden Tasse Kaffee versteht sich.

Der Schreibtisch

Habe ich einen Raum und hat dieser mehr als 5 Quadratmeter, sollte man darauf achten, einen größeren Tisch mit ausreichender Tiefe zu wählen. Hier wollen Bildschirm, Tastatur, Lampe, Zettel und Stifte ausreichend Platz haben. Bei uns findet ihr außerdem eine Vase mit Schnittblumen, mindestens zwei Kaffeebecher, mehrere Zeitschriften oder Kataloge und ein bisschen Knabberkram. Auch ausziehbare Tischplatten sind eine gute Alternative, wenn man zum Beispiel nicht immer und ständig viel Platz zum Arbeiten benötigt.

Die Position des Schreibtisches ist enorm wichtig, vor allem, wenn du am Computer arbeitest und nicht vom einfallenden Tageslicht geblendet werden möchtest. Am besten ist es, den Schreibtisch im rechten Winkel zum Fenster aufzustellen, so dass das Licht von der Seite auf den Bildschirm fällt. Um dann auch nochmal auf die supertolle Tür zurückzukommen: wenn möglich, sollte man nicht mit dem Rücken zu dieser sitzen. Unsere Kinder würden uns durch Anschleichen andauernd erschrecken, wenn wir so sitzen.

Der Sitzplatz

Wenn wir erstmal am Schreibtisch sitzen, dann sitzen wir. Und sitzen. Wir stehen nur auf, um Kaffeenachschub zu besorgen und eben diesen wieder wegzutragen. So kommen gut und gerne 6 – 8 Stunden auf dem gleichen Stuhl und in der gleichen Sitzposition zusammen. Selbst bei uns Designhasen muss der Stuhl am Arbeitsplatz daher in erster Linie bequem sein! Sitzbälle wird es bei uns niemals geben, ein Kissen im Rücken oder gar ein gepolsteter Stuhl sind aber gesetzt.

Ein kleiner Trick am Rande: Wir lagern einen Teil unserer Kataloge und Broschüren auf einem höheren Regal mit einem extra tiefen Board. So können wir uns im Stehen die Papiere anschauen und arbeiten. Es muss also nicht zwingend ein teurer hochfahrbarer Tisch her, um die Arbeitsposition zu ändern.

Das Licht

Für jeden einzelnen Raum und jeden Bereich spielt das Licht eine enorm wichtige Rolle. Selbstverständlich ist natürliches Licht immer die erste Wahl, eine zusätzliche Leuchte ist aber vor allem am Arbeitsplatz notwendig. Idealerweise blendet sie nicht und strahlt nach unten. Eine Standleuchte seitlich vom Arbeitsplatz liefert eine zusätzliche Lichtquelle, ohne dass man das Deckenlicht anmachen muss. Und wenn wir mal wieder auf dem Boden rumkriechen, weil der Platz auf dem Schreibtisch nicht ausreicht, kann eine Standleuchte flexibel verschoben werden.

Wir haben unseren Arbeitsbereich im Dachgeschoss. Hier sind die hellsten Räume und das beste Licht. Es ist zwar schön mit Sonnenstrahlen wachgeküsst zu werden, das Licht am Schreibtisch wird jedoch etwas länger benötigt, so dass das eine ganz bewusste Entscheidung war.

Die Technik

Was macht man mit der ganzen Technik? Braucht man überhaupt noch einen Computer? Wir machen doch eh alles mit dem Handy.

Das stimmt. Wir machen sehr viel mit unserem Handy. Wir lesen E-Mails, kommentieren auf Instagram und machen jede Menge schöner Fotos für dich. Auch Musik hören wir mit dem Handy. Diesen Artikel hier schreiben wir aber auf einem Laptop, welches mit einer Docking-Station, einem höhenverstellbaren Bildschirm und einer gesonderten Tatstatur verbunden ist. Wir erinnern an den Stuhl und die vielen Stunden, die wir vor dem Rechner sitzen, da ist ein gewisser Abstand zum Bildschirm und eine korrekte Haltung schon wichtig.

Für die meisten Home Office-Belange reicht ein Tintenstrahldrucker, der via W-Lan angespielt wird. Das ist supercool, weil dieser nämlich im Schrank verschwindet und bei Nutzung ein Öffnen der Tür ausreicht. Man sieht ihn also nicht.

Die Atmosphäre

Es liegt nahe, dass wir der Fraktion „super aufgeräumt“ angehören. Aber auch das kreative Chaos gehört bei uns durchaus dazu, gerade wenn wir an größeren Projekten arbeiten. Eine begrenzte Quadratmeterzahl bedarf einer gewissen Disziplin: wir behalten nur die Dinge, die wir später noch einmal brauchen und verstauen diese dann entsprechend. Und wenn wir ein Projekt beenden, bringen wir den Arbeitsbereich in den klaren Urzustand. Nur so können die Ideen und die Kreativität für das nächste Thema sprießen.

Selbst wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht, empfehlen wir einen ruhigen Bereich, der konsequent chaosfrei bleibt. Ein Plätzchen, was Ruhe ausstrahlt – ähnlich wie der Weißabgleich beim Fotografieren.

Für das Verstauen von Arbeitsmaterialien bevorzugen wir ganz klar geschlossene Regalsysteme. Unser absoluter Favorit ist hier Ikea Besta. Wie es hinter den Türen aussieht, ist erstmal geheim. So viel wird aber verraten: die Schranktiefe ist perfekt für Ordner und die Höhe bietet eine zusätzliche Fläche für Blätter, Kataloge oder Boxen.

Auf dem Schreibtisch steht eine schlichte, einfarbige Dose mit guten (!) Stiften, mit denen du gerne schreibst oder malst. Daneben eine passende Schachtel oder Dose mit Pinnadeln, Post-Its, Radierer und Anspitzer und ein schöner, farblich passender Notizblock. Niemand braucht mehr als 6 Stifte auf seinem Tisch. Und wer doch, der nutze einen schönen Rollcontainer unter dem Tisch, in dem allerlei Kleinkram verschwinden kann, wenn er nicht gebraucht wird, denn eine gewisse Ordnung ist einfach wichtig für die Konzentration.

Etwas Persönliches

Bilder, Poster, Textilien, Kerzenhalter, Schälchen, Pflanzen und Düfte. All das macht einen Raum erst zu deinem Bereich. Selbst in einem Großraumbüro nutzen wir diese Dinge, um uns wohlzufühlen. Zuhause darf so dekoriert werden, wie du es möchtest. Und wenn du auf Vanille-Duftstäbchen stehst, dann bitte immer her damit.

Auf unseren Schränken und offenen Regalen finden ausgewählte Deko-Objekte einen Platz, diese inspirieren uns und sorgen gleichzeitig für eine wohnliche Atmosphäre. Einzelne Papiere im Dekobereich sind bei uns verboten, dafür gibt es ja spezielle Ablagekörbchen hinter den Türen.

Eine Vase mit frischen Blumen gehört für uns ebenfalls ins Home Office. Sie bringen die nötige Frische, um energiegeladen in den Arbeitstag zu starten. Die Kaffeemaschine bleibt aber brav unten in der Küche. So ist zumindest etwas Bewegung gesichert.

Dekoration auf Besta

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