handtuch-garten oder parkanlage?

handtuch-garten oder parkanlage?

Eine parkähnliche Garten-Anlage, große Bäume, ein Wasserspiel, verwunschene Wege, XXL-Terrassen… Das begegnet uns in Wohn- und Gartenzeitschriften und ist wunderschön! Zuletzt haben wir eine Perle in den Hamburger Walddörfern besichtigt, mit 1.500 qm Grundstück und einem Traumgarten mit all den genannten Bereichen. Es fehlte nur noch ein Pool… Es gibt sie also wirklich, diese parkähnlichen Grundstücke, uneinsehbar, riesig, mit einer Allee als Zufahrt zum Haus. Hamburg hat zahlreiche dieser Schätze.

Auch auf dem kleinsten Fleckchen Erde ist Platz für eine Oase

Aber mal Hand ans Herz: welcher Normalo kann sich so ein Grundstück im Speckgürtel einer Großstadt eigentlich wirklich leisten? Und nochmal die andere Hand dazu: 1.500 qm Garten machen einem auch ein bisschen Angst. Denken wir nur mal an die Laubsaison… gruselig.

Hast du dir mal die Frage gestellt, ob ein typischer Mittelreihenhaus-Garten eigentlich Rasen braucht? Schonmal einen Rasenmäher aus dem Keller durch ein Haus in den Garten geschleppt? Eben! Und wer bestimmt eigentlich, wo der Sitzbereich endet und der Garten beginnt? Eine Terrasse ist eine Zone in einem großen, grünen Raum – dazu zählt auch der Bereich hinter der Grundstücksgrenze. Und diese Zone will gestaltet werden.

Garten-Ebenen und Perspektiven:

Es gibt mehrere Sichtachsen, die bei der Gestaltung der Terrasse zu beachten sind:

  1. Der Blick von der Terrasse in den Garten

  2. Der Ausblick vom Wohnraumfenster über die Terrasse in den Garten

  3. Der Blick vom Garten auf die Terrasse

  4. Der Aufblick vom Balkon auf die Terrasse – insofern ein Balkon vorhanden.
Feld

Daraus ergeben sich wiederum verschiedene Ebenen:

  • Boden

  • Wand

  • Fenster

  • Übergänge

Beginnen wir mit dem Boden: Es gibt vielleicht schon eine Holzterrasse, Rasen, vielleicht ein Beet und einen Weg und natürlich Übergänge von einem zum anderen. Ein Übergang wird zu einer harten Kante und somit zu einem „Riss“ im Gesamtbild, wenn dieser Übergang nicht gestaltet wird. Zum Beispiel durch eine Steinplatte, die vom Weg über den Rasen zur Terrasse führt oder ein Steg vom Rasen auf die Terrasse. Oder ein Kiesstreifen um die Terrasse, der auch gleich einzelne Stauden umfasst und die Terrasse einrahmt. Geschickt gepflanzt, gibt es hier das ganze Jahr etwas zu entdecken und beobachten.

Auch Solarlampen finden im Garten Platz, welche auch aus dem Wohnzimmerfenster aus zu sehen sind.  Zwei große weiße Lichtkugeln am Ende des Gartens lassen am Abend den Blick schweifen, sowohl vom Sofa als auch von der Terrasse aus.

Beete und Übergänge

Nimmt man eine dritte Ebene dazu, in dem die Terrasse mit höheren Beeten, zum Beispiel aus Cortenstahl oder auch Holz umfasst wird, schafft man einen geschützten, schwer einsehbaren Raum. Die Bepflanzung sollte dabei so locker sein, dass die Sicht nur gebrochen und nicht versperrt wird. Kann man nicht reingucken, kann man auch nicht rausschauen.

Beete müssen aber nicht immer ebenerdig sein. Auch ein Hochbeet mitten auf der Terrasse gliedert unterschiedliche Areale und lässt sogar Dachterrassen erblühen. Zugegeben, dafür bedarf es dann aber doch etwas mehr Quadratmeter…

Auch die Hauswand kann als 3. Ebene mit Lichtquellen oder Pflanzen gestaltet werden, zum Beispiel durch Rankgitter oder Plantboxen. Auch Pflanzkübel sind dekorativ, ohne zu überladen. Ihr Vorteil: Sie sind fix mal woanders hingeräumt. Vor allem bei kleineren Wohnbereichen – und dazu zählt auch ein Garten: lieber mit wenigen Materialien arbeiten und diese großzügiger verwenden, als viele verschiedene Elemente kleinteilig zu mixen.

Sonnenplatz im Garten

Je nachdem, wie die Sonne um das Haus wandert und die Terrasse erwärmt, ist ein Sonnenschutz notwendig. Dieser sollte nicht nur praktisch sein, sondern auch hübsch anzusehen.

Ein fest montiertes Sonnensegel spendet Schatten und sieht gut aus. Es spendet aber immer Schatten und ist nicht „mal eben“ einzufahren oder zuzumachen. Besteht jedoch die Möglichkeit, mehrere Haken oder Pfähle zu setzen, kann man auch ein Sonnensegel umhängen und da platzieren, wo es gerade gebraucht wird. (Die Halterungen können eventuell sogar für eine Hängematte genutzt werden, dazu weiter unten mehr.)

Eine Markise schützt nicht nur vor Sonne, sondern auch vor leichtem Regen. Sie hält zudem die Bodenfläche frei, was bei kleineren Flächen ein Pluspunkt ist. Deutlich kostensparender als eine Markise ist jedoch der klassische Sonnenschirm. Manchmal sind hier 2 kleinere Schirme sinnvoller als 1 großer, weil diese freier im Garten platziert werden können und nicht so voluminös sind.

Wir empfehlen, bei der Auswahl des Schattenspenders, welcher Art auch immer, dezente Varianten zu wählen, die sich dem Gesamtkonzept unterordnen. Ein helles beige oder grau und eine zurückhaltende Befestigung sind zu empfehlen.

Wie sollen Garten und Terrasse genutzt werden?

Darf ein Tisch auch mal auf dem Rasen stehen? Oder ein großer Sitzsack als Sonnenliege? Wie ist es mit Hängematten? Hat man keine Obstplantage im Garten, tut es auch ein Gestell mit einer Hängematte – diese wandert dann im Übrigen der Sonne hinterher, weil sie mobil ist. Klare Empfehlung!

Auch kleine Gärten erlauben durchaus eine multifunktionale Nutzung, wenn Möbel klug ausgewählt werden und auch mal den Ort wechseln dürfen.

Die wohl wichtigste Frage bei der Gestaltung eines kleinen Gartens mit Sitzplatz:

Wie viele Sitzplätze brauche ich dauerhaft und wie viele brauche ich nur gelegentlich?

Ein Tisch mit 160 x 90 cm bietet Platz für 4-6 Personen, mit Ausziehfunktion sogar 6 -8 Personen. Man beachte allerdings unbedingt die Positionen der Stuhlbeine bei der Tischwahl! Ideal sind filigrane Beine am Ende des Tisches, sie bieten den größtmöglichen Platz an den Längsseiten und jeweils einen zusätzlichen Platz vor Kopf.

Eine Tischbreite von 80cm ist weniger klobig. Um am Tisch zu essen und die vielen leckeren Grillbeilagen parat zu haben, empfiehlt sich dann aber ein Servierwagen oder Beistelltisch, der an den Tisch herangezogen werden kann. Bei einer Tischbreite von 90 cm finden diese Dinge eher noch ein Plätzchen auf dem Tisch. 1 Meter Tiefe ist äußerst komfortabel, zumindest wenn die Terrasse etwas größer ist.

Runde Tische sind wunderschön und gesellig! Für 6 Personen braucht man jedoch mindestens 130 cm Durchmesser plus den Abstand zum Abrücken des Stuhls. Sind es mehr Personen, ist der Durchmesser größer und irgendwann sitzt man dann nicht mehr gesellig zusammen, sondern arg weit auseinander. Ein Durchmesser von 140 cm sollte hier nicht überschritten werden.

Plankentisch Garten

 

Müssen alle Garten-Stühle eine Lehne haben?

Grundsätzlich sollte man 60 cm pro Stuhl einplanen. Armlehnstühle brauchen natürlich etwas mehr Raum. Wiegt der Komfort die fehlenden Sitzplätze am Tisch dann auf? Vielleicht tun es aber auch 2 Armlehner und 4 ohne?

  • Auch die Stuhlbeine sind relevant in Hinblick auf den verfügbaren Platz unter dem Tisch. Filigrane Beine sind weniger wuchtig, der Stuhl wird leichter. Ausgestellte Beine brauchen mehr Platz als gerade.
  • Wie ist es mit Polstern für den Po oder auch für den Rücken? Kleine Sitzkissen lassen sich leichter verstauen als große Doppelpolster und sind flexibler einsetzbar – zum Beispiel auch mal auf einer Bank.

Das Thema Hochlehner wird hier bewusst ignoriert, das ist gruselig.

Bank oder Stuhl? Auf einer Bank finden mehr Kinder Platz als auf einzelnen Stühlen.  Man beachte jedoch: Kein Erwachsener möchte in der Mitte auf einer Bank sitzen. Punkt. ABER: Eine Bank mit Rückenlehne macht sich wunderbar im Garten, neben den Leuchtkugeln im hinteren Teil, und kann bei Bedarf an den Tisch geholt werden.

Holz, Metall oder Plastik?

  • Holz ist nicht gleich Holz. Arkazie und Teak ist nicht miteinander zu vergleichen.
  • Holz ist ein Naturmaterial, aber der Witterung stark ausgesetzt.
  • Holz muss gepflegt, gereinigt und geölt werden. Jedes Jahr, mindestens 1x!
  • Holz verzieht sich bei starker Sonneneinstrahlung.
  • Holz konkurriert eventuell mit der Holzterrasse.
  • Metall könnte rosten, wenn man nicht entsprechende Qualität kauft
  • Metall ist scharfkantig, wenn man nicht entsprechende Qualität kauft
  • Metall wird in der Sonne heiß (schwarz ist nicht die Farbe der Wahl)
  • Metall muss nicht gepflegt, gestrichen oder geölt werden. Einmal wischen und fertig.
  • Metall verzieht sich nicht.
  • Plastik ist ein Unwort.
  • Recyceltes Plastik klingt schon besser.
  • Plastik ist langlebig.
  • Plastik muss nicht gepflegt, gestrichen oder geölt werden. Einmal wischen und fertig.
  • Plastik wird nicht in der Sonne heiß.
  • Plastik rostet nicht und verzieht sich nicht.
  • Plastik gibt es in vielen verschiedenen Farben.

Ein Killerargument ist die Pflege von Holz. So toll Holz ist, benötigt es mit Abstand die meiste Zuwendung und Pflege. Holzstühle lassen sich nicht gut stapeln, Holztische müssen abgedeckt werden, damit sie nicht verziehen. Puh.

Mix it, baby!

Aber Holz ist auch mit Abstand das schönste Material. Für uns war hier die Lösung, Materialien zu mixen. Ein selbstgebauter Holztisch aus langen Gerüstbohlen, weiß geölt, ist wunderbar kombinierbar mit Stühlen aus langlebigem Hartplastik. Der jährliche Pflegeaufwand hält sich somit auch halbwegs im Rahmen.

Garten-Lounge

Es gibt Sonnenplätze und Schattenplätze. Tisch und Stuhl und Liege. Und dann gibt es da noch die Outdoor-Lounge. Sofa und/oder Sessel. Schonmal mit einem Buch auf dem Sofa gelegen? Das kann man auch im Garten. Oder im Loungesessel einen Sundowner getrunken mit Hintergrundmusik? Das geht übrigens auch im Herbst noch ganz wunderbar.

Ein Sofa in der Küche kennt man und in WGs waren das die beliebtesten Plätze, warum also nicht auch ein Sofa auf die Terrasse stellen?

Ikea hat hier ein zeitloses und flexibles Loungesystem, welches auch im Innenbereich genutzt werden kann. Die Polster sind abziehbar, können stetig erweitert werden und sind schnell auf- und abgebaut.

Alternativ ist auch der Schaukelstuhl eine schöne Sitzgelegenheit, wenn man ausspannen möchte. Allerdings kann man darauf nicht so schön lümmeln.

  • Sessel

Garten-Zubehör

Was meinen sie denn jetzt mit Zubehör? Wir sind ja auch eher minimalistisch unterwegs. Minimalismus funktioniert aber nur mit ausreichendem Stauraum – das gilt auch für den Garten. Wenn man auf Polster nicht verzichten will, aber keine Lust habt, ständig in den Keller zu rennen, dann ist eine Polsterbox sinnvoll. Gönnt man sich hier ein besseres Exemplar, hält es ewig und sieht auch noch gut aus.

Annikas Männer brauchen immer und überall Musik, auch im Garten. Früher haben wir die Sonos-Box rausgestellt oder eine Bluetooth-Box. Heute nehmen wir eine LED-Lampe, die zeitgleich Sektkühler und Musikbox ist. Zum Beispiel von www.Joouls.com, The Joouly.

Spätestens am Laub-Samstag (das ist der Samstag, wo die ganze Familie Laub zusammenträgt und in die Haufen springt) wird der Herbst eingeläutet und die Feuerschale angeworfen. Nimmt man eine Schale auf Füßen, kann diese auch auf der Holzterrasse stehen. Und brennt kein Feuer, macht sich eine Lichterkette auf ein paar Holzscheiten auch ganz hübsch in der dunklen Jahreszeit.

Sound im Garten

 

Draußen Duschen? Unbedingt!

Schon diesen Sommer war der Run auf den Minipool nicht mehr so krass. Haben sich doch viele einen richtigen Pool mit Chlor und Pumpe zugelegt, konnte das aufblasbare Planschbecken da nicht mehr mithalten. Auch für den Rasensprenger sind die Kids irgendwann zu „groß“. Wir liebäugeln nun mit einer klassischen Gartendusche. Wobei klassisch nicht ganz stimmt, das Teil muss natürlich einen Speicher mit Solar haben. Die Kinder können gerne eiskalt duschen, wir mögen es auch ein bisschen wärmer.

Und wenn wir schonmal bei Wasser im Garten sind. Wie toll sind Wasserspiele, kleine Brunnen oder beleuchtete Wasserstreifen im Garten? Letzteres ist allerdings weniger toll, wenn man eine riesige Erle im Garten hat. Eine schöne Alternative, die auch im kleinsten Garten ein Plätzchen findet, sind Wasserschalen. Am liebsten aus Cortenstahl. Das ist nicht nur wunderschön anzusehen, sondern freut auch Insekten und Vögel.

offenes wohnkonzept – aber bitte leise

offenes wohnkonzept – aber bitte leise

Offenes Wohnen liegt im Trend. Wird heute neu gebaut oder werden alte Schmuckstücke sarniert, dann soll es meist offen, hell und weitläufig sein. Gerade bei knapper Quadratmeterzahl erzeugt man durch fehlende Wände, durchgängige Böden und viele Fenster ein Gefühl von Großzügigkeit. Diesen Trick hat auch Annika in ihrem 130 qm-Doppelhaus genutzt und vor knapp 2,5 Jahren die Wand zum Arbeitszimmer entfernen lassen. Der Arbeitsplatz wurde ins Wohnzimmer integriert, der Raum ist jetzt offen, größer und vor allem deutlich heller als vorher.

Offene, große Räume bringen häufig jedoch auch ein Schallproblem mit sich. Wenn man dann noch eher minimalistisch unterwegs ist, ist das für die Akustik nicht unbedingt besser. Annika´s Erdgeschoss vereint Küche, Esszimmer, Wohnzimmer, Arbeitszimmer und mittendrin den Treppenaufgang zum oberen Stockwerk. Dieser Treppenaufgang fungierte bisher als Trichter für Geräusche aller Art. Trotz ständiger Umräumaktionen ließ sich kein perfekter Platz für den Fernseher finden, ohne dass die Kids einem unfreiwilligen Hörspiel zum Thema “Weltuntergang” beiwohnten, wenn wir “World War Z” guckten. Andersherum im Übrigen genauso: Lego City Teil 1.487, sehr spannende Geschichte, vor allem, wenn man sie zum x-ten Mal hört. Und bevor die Frage aufkommt: die Kinderzimmertüren waren geschlossen.

Wohnzimmer

Boah, ist das laut!

Dieser ständige Geräuschpegel ging uns so gehörig auf den Senkel, dass wir diverse Optionen der Schalldämpfung prüften:

  • Kneipenvorhang
  • Schiebetür vor der Treppe
  • Schallschutztüren in den Kinderzimmern

Keiner dieser Maßnahmen war praktikabel – geschweige denn erfolgreich. Der Schall wird durch den Treppenschacht nach oben bzw. unten getragen und man hat ständig das Gefühl, mittendrin zu sein. Offen Wohnen bekommt hier eine ganz andere Bedeutung. Gerade in stay-at-home-Zeiten ist der Drang nach “Ruhe” allgegenwärtig und das Problem musste gelöst werden.

Katrin entdeckte dann Akustikplatten aus Holz, sogenannte Akupanele. Hergestellt von der Firma Wood Upp aus recyceltem PET Material und Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, produziert in Dänemark. Und: sie sehen großartig aus. Die Akupanele absorbieren den Schall und beseitigen den Nachhall. Überall dort, wo der Schall auf “nackte Flächen” trifft, wird er zurückgeworfen und macht Lärm. Die Akupanele schlucken diesen Schall und verändern die gesamte Akustik in einem Raum. Die Anbringung ist kinderleicht: entweder schraubt man die Panele durch den Filz direkt an die Wand oder auf eine Lattung mit dahinterliegender Mineralwolle, je nach gewünschtem Effekt. Die Akupanele können als ganze Lamellenwand, als Teilstück, einzeln als Kopfteil fürs Bett oder sogar als Lamellendecke montiert werden. Es gibt natürlich verschiedene Hölzer und Filzfarben.

Modernes Design, das Schall absorbiert?

Wir waren totally in love! Annika´s Mann ebenso – das könnte eine Lösung für unser ewiges Lärmproblem sein! Ehrlich gesagt hat aber in erster Linie die Optik überzeugt, die ein bisschen Dänemark-Urlaubs-Atmosphäre schafft. Wir haben sofort angefangen zu messen und zu planen. Auch wenn die Montage kinderleicht ist, wollten wir lieber Björn beauftragen, die Teile im Treppenhaus anzubringen, dann bitte auch direkt mit der entsprechenden Lattenkonstruktion und Mineralwolle – wenn schon, denn schon. Björn wusste zwar noch nicht genau, wie er die Panele an der Schräge montieren soll, sagte aber zu. Heimlich hoffte er wohl, dass die Panele nicht zeitig geliefert wurden. Weit gefehlt, es lief alles nach Plan:

Akupanel

Acht Akupanele in Eiche natur mit grauem Filz wollten im Treppenhaus montiert werden.

Acht Akupanele und acht Stunden schimpfender Björn samt Akrobatik auf der Treppe – ein Träumchen. Wir haben ihm aber versprochen, dass er am Ende sagen wird, wie geil es aussieht und sich freut, das Projekt mit uns gemacht zu haben. Natürlich haben wir unser Wort gehalten.

Schon nach Montage der Lattenkonstruktion mit der Mineralwolle war ein kleiner Effekt spürbar. Maßgabe war das geliebte Schlagerradio von Björn, was er zur Strafe in Dauerschleife rumdudeln lässt, wenn er für uns arbeitet. Nachdem die Akupanele an der Stirnseite hingen, war Andrea Berg nur noch ein leises Säuseln und erträglich. Knifflig wurde die Montage der Panele aber an der Schräge. Nach zig gemeinsamen Projekten lässt Björn einen dann doch tatsächlich ein wenig helfen (wir sind ein bisschen stolz): am Ende hat Annika im Treppenhaus auf einer Leiter die Panele gehalten und Björn sie vom Obergeschoss an die Latten geschossen.

Der Effekt war im doppelten Sinne großartig: die Optik war mega und der Soundeffekt gigantisch. Florian Silbereisen trällert im Badezimmer. Und zwar nur im Badezimmer. Im Treppenhaus und im Erdgeschoss hören wir nix. Auch nicht, als Björn das Radio lauter dreht. Wir sind baff. Auf eine spürbare Schallreduktion haben wir gehofft, aber mit diesem Effekt hat definitiv niemand von uns gerechnet. Den Rest der Woche sind wir brüllend die Treppe rauf und runter und haben zig Sachen ausprobiert:

M: “Schatz, hörst du das Wasser?”

A: “Mach den Hahn mal an!”

M: “Der ist schon an!”

Wie Sie hören, hören Sie nix!

Wenn man jetzt ins Obergeschoss geht, ist es fast so, als würde man in einen überdimensionierten Noise-Canceling-Kopfhörer klettern – herrlich. Ab sofort hören wir kein Einlaufen der Badewanne mehr, kein Lego City-Hörspiel, keine Alexa-Fragen der Kids, keine knallenden Zimmertüren und auch kein “Maaamaaaaaaaaa!”. Letzteres nur so ein bisschen – aber so leise, dass man es auch mal ignorieren kann. Und kein Scherz: das Stresslevel geht sofort runter, auch mit offenem Wohnkonzept.

Und Björn findet die Akupanele so genial, dass er sich freut, dass Projekt mit uns gemacht zu haben. Wir mussten ihm trotzdem versprechen, ihn die kommenden 3 Monate nicht anzurufen. Natürlich nur, weil er ausgebucht ist. Versteht sich.

katrin kolumna und annika blümchen

katrin kolumna und annika blümchen

Monatsrückblick Sommer 2020

Warum machen die denn jetzt einen Rückblick aus zwei Monaten? Weil Sommer ist oder besser war. Weil wir beide Urlaub hatten. Und weil einfach nicht sooo viel passiert ist. Oder doch? Mal sehen.

Der Juli hat schon damit angefangen, dass Katrin im Urlaub war und Annika alleine gelassen hat. Unfassbar, oder? Es war auch echt traumatisch. Wenn der Gegenpol fehlt, entsteht zu viel Energie, die sich ballt und dann kracht es. Hat es auch. Natürlich nicht bei uns, sondern im Technikraum:

Die Kack-Waschmaschine

Katrin im Urlaub, der Kerl auf Dienstreise. Donnerstagabend, 23 Uhr. Es piept aus dem Technikraum. Ich kenne dieses Piepen, das ist ein schlechtes Piepen. Fehlermeldung E-irgendwas = Motorschaden. In der Maschine eine Klamotte, die ich am folgenden Tag brauche – unbedingt. Es folgen 24 Wutausbrüche meinerseits bei dem Versuch, in dem 2qm-Raum das Bullauge aufzukriegen. Der dicke Hintern zwischen Waschmaschine und Trockner geklemmt, schlechte Beleuchtung, den Ehemann unfairerweise am Telefon angemotzt… es war wundervoll! Und wisst ihr was? Es gibt Leute, die haben auf so einem Teil Sex! Unvorstellbar. Wird es bei uns nicht geben. Jetzt zumindest nicht mehr!

Um dem Ganzen etwas Positives abzuringen: Oma hat die Wäsche übernommen und täglich frisch geliefert. Duftend und gefaltet. Das Ganze 2 Tage länger als nötig, weil es so schön war. Hihi. Und da das Loch jetzt eh schon in der Haushaltkasse war, haben wir auch die coole, schwarze (etwas teurere) Maschine ausgesucht. So.

Zwei im Gartenfieber – zwei neue Hochbeete

Kurz hatten wir befürchtet, dass die Waschmaschine das Thema Hochbeete ins neue Jahr katapultiert. Das hat sich dann aber Gott sei Dank nicht bestätigt und die Teile wurden trotzdem angeschafft, angemalt und aufgebaut. Wir zwei also voll im Gartenfieber und Katrins Mann gleich mit angesteckt. Der Gute hat angeboten, einen Anhänger zu leihen und eine halbe Tonne Kies für uns zu holen, als Basis für die Beete. Jetzt sofort? Klar! Genial. Eine Stunde später war er wieder da, Katrin saß im Hochbeet und hat die Plane angenagelt, Annika die Nägel gereicht (wir beide hätten nicht reingepasst, also Arbeitsteilung). Wir können ja schon anpacken und 500 Kilo Kies und 600 Liter Erde bewegen und kommen am nächsten Tag trotzdem (fast) ohne Schmerzen aus dem Bett. Wir sind schon ein bisschen stolz. Beim Einkauf im Gartencenter sind wir dann nochmal leicht eskaliert…

Die Hochbeete sind auch innerhalb kürzester Zeit explodiert und Rucola, Schnittlauch und Salbei schmecken fantastisch! Dass wir mal selbst ernten hätten wir auch im Leben nicht gedacht. Da können sich die Kinder ja jetzt regelmäßig auf ein leckeres, gesundes und nutellafreies Mittagessen freuen. Hört ihr sie schimpfen?

Boot-Camp oder einfach nur Sommerferien

Ostseeurlaub

Nach 4 Monaten Corona folgten 6 Wochen Sommerferien. Yeah. Die Kinder haben alles gegeben, uns zu beschäftigen. Annikas Großer brauchte ganz dringend ein Handtuch und hat wohl – ups – leider vergessen es wieder zurück in Mamas Schwimmtasche zu packen. Die hat es dann im Schwimmbad unter der Dusche gemerkt. Super war das. Applaus an dieser Stelle für das Glück des Sohnemanns, dass er schon im Bett war, als Mutti nach Hause kam. Der Kleine hat derweil mit seinen beiden Kumpels – also Katrins Jungs – zwei riesige Löcher in die frisch geschnittene Hecke gefräst. Der hat allerdings noch nicht geschlafen, als wir vom Schwimmen kam…

Zum Ende der Ferien ist Annika dann nochmal eine Woche mit der Family an die Ostsee gefahren. Und zwar genau in der Woche, wo Petrus bockig war… Eine einzige Woche Urlaub dieses Jahr, an der Ostsee, Ende Juli. Und dann 18 Grad und Regen? Come on! Aber hej, alles easy: die Hütte hat einen Kamin und Bikini geht dieses Jahr eh nicht. Während es an der Ostsee so mäßig sonnig war, hat Katrin noch mal eine Woche Wasserurlaub gemacht: Stand-Up-Paddling, Tretboot und Kanufahren auf der Alster. Hamburg ist halt auch schön!

Zum Schulstart dann gleich mal Hitzefrei

Aufgrund der tropischen Temperaturen zum Schulstart – also exakt die Woche N A C H Annikas Urlaub – hat Katrin beim Lieblingsbaumarkt um die Ecke zwei größere Planschbecken gekauft. Wir nannten es Pool und schürten damit – und dem Kaufpreis – eine gewisse Erwartungshaltung bei unseren Männern. Der kleinen Schimpftirade haben wir uns mit dem Vorschlag entzogen, zum ersten Wasserwechsel am Wochenende die beiden Becken zusammenzustellen und eine Poolparty mit Grill und Kaltgetränk zu schmeißen. Die Aussicht auf Schirmchendrink und Burger besänftigten die Gemüter deutlich.

2 im Pool


Wie bekloppt muss man eigentlich sein, den Pool in den Nachbargarten zu schleppen um dort eine Sommerparty zu schmeißen? Also mal zumindest unser Spinner-Level: wir hatten sehr viel Spaß und einen fantastischen Abend. Erst Grillen, dann kollektives Schwitzen, und Planschen. Verrückte Ideen sind halt manchmal einfach die besten! Die überteuerten großen Planschbecken sind somit auf jeden Fall auch abgewohnt und haben sich mehr als gelohnt.

Die armen Kinder mussten bei der Hitze wieder in die Schule. Die Freude auf einen regulären Schulbetrieb und der ein oder andere Ausfall in Form von Hitzefrei halfen darüber hinweg. Unser Eisverbrauch ist in diesen Wochen exorbitant gestiegen – der Bauchumfang auch. Den ein oder anderen Tag haben wir dann quasi auch hitzefrei gemacht und die Arbeitszeit einfach aufs Wochenende oder den Abend geschoben. Wenn es zum Lernen zu heiß ist, dann wohl auch zum Arbeiten! Oder was jetzt? Genau. Is so.

Wir stellen vor: Unsere Neuzugänge

In diesem Sommer sind hier vier echt geile Designteile eingezogen – und zwar weder Vase noch Kerzenständer (die kommen nächsten Monat)! Den Mono-Hocker von Richard Lampert haben wir bei einem Gewinnspiel gewonnen. Er passt perfekt in Annikas Küche. Mit knapp 1,50 Meter Körperlänge braucht man ja ständig und immer etwas zum Draufstellen.

Für den Sundowner auf dem Lounge-Sofa von Katrin haben wir jetzt ein hübsches Technik-Wunder: die JOOULY. Das tolle Teil kann Getränke kühlen, Musik abspielen und leuchten – in verschiedenen Farben natürlich. Wir haben zwei verschiedene Modelle, die man koppeln kann. Alles per Ääääppp. Erster Testlauf war bei oben genannter Poolparty- die Männer waren beschäftigt und finden das Teil super! Darf also bleiben.

In Annika´s Büro wurde umgebaut und ein Eiermann-Schreibtisch war übrig. Kennt ihr das Eiermann-Drama? Wir wollen so ein Teil seit Ewigkeiten und das war die Chance! Sitzstreik im Konfi, bis Annika den Zuschlag gekriegt hat und das Teil direkt ins Auto verfrachtet hat. Und dann zuhause, beim Ausladen, schleppt der Sohn das Gestell – und mit Papas Hilfe auch die Platte – in sein Zimmer und sagt: Passt perfekt! Den behalte ich. Neeeeeein! – Okay. Jetzt brauchen wir einen Stuhlkreis, weil wir ihn abgetreten haben. Was wir noch nicht verraten haben: Katrin hat 2 Tage später ein 2 Gestell bei ebay geschossen! Das Teil steht noch im Keller und wartet auf seine Enthüllung.

Zu guter Letzt begrüßen wir im Hause 12a den kleinen Xiaomi. Das spricht man “Schaumi” aus und ist das chinesische Wort für “Hirse”. Schaumi übernimmt ab sofort das Saugen für Katrin, so dass wir währenddessen streichen oder quatschen können. Oder beides. Das Teil saugt demnächst auch in der 15a, das ist klar, oder?

Neue Projekte – neue Farben und ein DIY

Wohnzimmer Katrin

Wenn jeder die andere 1 Woche alleine lässt und das ausgleichende Element fehlt, dann entstehen wahnwitzige Ideen, die wir auch kundtun. So liest Annika in ihrem Urlaub, dass Katrin eine Veränderung im Wohnzimmer plant – die graue Wand soll anders grau. Kreisch! Annika hingegen denkt gerade für ihre Räume eher in knalligen Farben: gelb, pink, blau. Nochmal Kreisch.

Mit neuen Gardinen konnten wir die graue Wand noch ein paar Wochen halten, aus dem pinken Flur wurde eine bunte Tapete. Hier ließ sich aber kein geeignetes Modell finden. Also ändern wir den Plan und streichen Annika´s Treppenhaus. Katrin konnte sie gerade noch so davon abhalten, knallig bunt zu malern – von den vorgeschlagenen Farben hatte sie schon Alpträume und wollte hier unbedingt Schlimmeres abwenden. Gut, wenn man jemanden an seiner Seite hat, der einen manchmal bremst. Puh! Das Thema knallig und bunt steht aber weiterhin auf der Liste – allerdings in Form von ausdrucksstarken Postern in pink. Und die graue Wand im Wohnzimmer muss nun doch weichen – Katrin ist hier hartnäckig und dann soll es auch so sein.

Wir haben parallel auch noch ein neues DIY-Outdoor-Projekt gestartet. Ein neuer Gartentisch aus Gerüstbohlen! Katrin schleift in jeder trockenen Minute und sieht danach aus wie die Hauptdarstellerin aus „Die Mumie“. Krass, was da alles runterkommt. Der Fleiß lohnt sich aber, die geschliffenen Bohlen sehen wirklich toll aus und wir hoffen, euch den fertigen Tisch bald zeigen zu können.

Grundsätzlich macht uns die körperliche Arbeit einen riesen Spaß! Malen, Rücken, Buddeln – produktiv sein und dann gleich ein Ergebnis sehen. Wir lieben es.

Und was ist sonst noch passiert?

Poster Flur

Jede Menge! So hat Katrin zum Beispiel die Abteilung gewechselt und bei der Verkündung dieser Neuigkeit einen kurzen Schock im Kollegium verursacht. Sie freut sich so sehr über die neue Aufgabe! Toll. Und die Kollegen werden es überwinden. Hauptsache sie hört nicht auf, sich mit Annika Blödsinn auszudenken.

Wir haben uns mit ein paar Insta-Mädels getroffen und hatten einen fantastischen Abend – und dann gleich zwei Mal! Es ist so schön, ein Gesicht zu den netten Accounts zu sehen und zusammen zu lachen und sich auszutauschen. Da entsteht ja auch so eine gewissen Dynamik dann, Interior-Irre unter sich halt.

Pünktlich zum 1. September haben wir die 4.000 Follower geschafft und uns wirklich, wirklich sehr gefreut. Auch wenn der Spätsommer noch ein bisschen bleiben darf, klopft der Herbst schon an die Tür. Wir haben schwer Bock auf Herbst und Winter, denn es erwarten uns tolle Themen und Projekte!

Am 17. September fahren wir zum Beispiel zum Garden & Home Blog Award nach Münster. Wir sind nominiert für den Besten Newcomer. Drückt uns mal die Daumen, wir wollen das Teil schon sehr gerne gewinnen. Das erzählen wir euch dann aber in der nächsten Kolumne – halt im September.

katrin kolumna und annika blümchen

katrin kolumna und annika blümchen

Monatsrückblick Juni 2020

Wir dachten eigentlich, es sei im Juni nix groß los gewesen, außer der OP von Annika und dem Start der Sommerferien in Hamburg. Als wir dann die Posts durchgegangen sind, haben wir unsere Meinung dann aber doch nochmal korrigiert. Wer denkt sich diesen Blödsinn hier eigentlich immer aus und vor allem: wer macht diesen Blödsinn mit? Ha!

Aber jetzt mal ganz ruhig und von vorne. Der Juni hat ja erstmal schön mit einem Feiertag begonnen. So ein freier Montag ist schon etwas Feines, oder nicht? Und lange Wochenenden ermöglichen uns zwei Hühnern außerdem, tatsächlich mal ein bisschen auszuspannen. An den regulären 2 Wochenend-Tagen passt das zeitlich irgendwie immer nicht.

Terror aus dem Krankenlager

Nach dem entspannten Pfingstmontag hat Annika sich auf den OP-Tisch gelegt, das war dann weniger entspannt. Wer sie kennt, weiß wie geduldig sie ist und wie gut sie einfach mal die Füße stillhalten kann – sie hasst es! Die OP sollte sie 2 Wochen außer Gefecht setzen. Eine Woche hat sie geschafft, indem sie ihre Familie terrorisiert und Projekte „delegiert“ hat. Und Rumspinnen und Order geben kann man auch vom Krankenlager aus! In Woche 2 ist sie dann einfach aufgestanden und hat mit rumgewuselt. Annika´s Mann schimpfte irgendwann, dass aus einem Projekt bei uns immer gleich sieben werden und hat fluchtartig das Haus verlassen, als Katrin zum „Brainstormen“ rüberkam. Verstehen wir gar nicht jetzt? Ihr?

Neue Farbe, neue Möbel, neue Deko – everywhere

Katrin hat derweil mit ihrer großen Tochter das Schlafzimmer gestrichen und ein kleines, oder eher ein größeres Make-Over gestartet. Zu dem ganzen Projekt gibt es auch einen ausführlichen Blogbeitrag, der Raum ist ganz toll geworden. Gott sei Dank hatten wir die Farbe in ausreichender Menge bestellt und da wir nur 1x streichen mussten, ist jetzt noch genug da, um auch Annika´s Schlafzimmer zu streichen. Da unsere Männer sehr wahrscheinlich nicht das Schlafzimmer des anderen betreten werden, wird sie das wohl kaum stören.

Außerdem haben wir ja auch noch in einer kleinen Schnellschuss-Aktion unsere Haustüren von Ihr Lieblingsmaler neu streichen lassen –im gleichen Ton. Das ist doch auch viel nachhaltiger, weil weniger verschiedene Farben angemischt werden müssen. Toll, oder? Wir sind auf jeden Fall in love, mit dem Ergebnis und mit dem Handwerker, der morgens um 7 Uhr nicht nur angefangen, sondern auch den Knopf der Kaffeemaschine betätigt hat. Guter Mann, gute Stimmung am Morgen.

Ebenfalls dran war diesen Monat das Arbeitszimmer unterm Dach. Unser lieber Nachbar hat uns aus der Firma 2 Europaletten mitgebracht, Annikas Jungs haben sie abgeschliffen und hochgetragen und tada: fertig ist das Kreativsofa! Nachdem wir den Schreibtisch eingekürzt und hell gestrichen haben, ist der Raum richtig schön hell und gemütlich geworden. Dem dicken Kater gefällt es auf jeden Fall. Und wenn der Sohnemann erbettelt, dass er heute auf dem neuen Kreativsofa schlafen darf und pfeifend nach oben trabt mit dem Spruch: „Ich glaub, ich zieh bald um…“, dann weiß er schon ziemlich gut, wie man neue Projekte scheibchenweise am besten zu platzieren hat. Wo er das bloß herhat? Wir beide hatten zumindest noch keine Gelegenheit, auf dem Teil zu sitzen. Nun gut.

Kreativsofa neu im Juni 2020

Kammer des Schreckens – aber gekühlt bitte

An einem der schönen sonnigen Sonntage haben wir beide – nicht abgesprochen – unsere Rumpelkammern aufgeräumt. Sprich Keller und Schuppen. Nachdem Annikas Mann für den Schuppen so ein Kack-Billig-Metallregal gekauft hat, was 3 Stunden zusammengeklöppelt werden musste und Katrin uns nach getaner Arbeit in die geheimen Gänge ihres Vorratskellers geführt hat, ist folgendes geschehen:

  • Annika: Ich habe bei Silke in den Schuppen geluschert, die haben einen Kühlschrank im Schuppen – wie geil ist das denn!
  • Katrin: Ja, das ist total cool! Haben wir auch schon drüber nachgedacht. Nimmt aber nochmal Platz weg.
  • Annika: Stimmt. Mal schauen.

25 Minuten später fährt Annikas Mann an Katrin mit dem Auto vorbei….

  • Katrin: Hej, alles klar? Wo fährst du denn hin?
  • Maik: Wir haben bei ebay-Kleinanzeigen einen Kühlschrank für den Schuppen gekauft, den hole ich kurz ab.

Wenn der Gatte auch noch mitmacht bei dem Wahnsinn, ist es ja kein Wunder, dass hier immer so viel passiert… Keller als auch Schuppen waren zumindest ein paar Tage richtig gut sortiert (man nennt uns auch das Marie Kondo-Doppel) und im Kühlschrank lagert weiterhin genügend eisgekühltes Bier – nur falls spontan Besuch kommt, versteht sich.

Oder doch eher Bonny und Clyde?

Bei Ikea waren wir diesen Monat nur 3x, das ist noch im normalen Bereich, oder? Beim letzten Besuch haben wir Zimtschnecken geklaut. Aus Versehen. Wirklich. Annika und Ihre Schwester hatten so einen Heißhunger, dass sie auf der Toilette heimlich die Tüte aufgemacht und in der Handtasche versteckt haben (man darf ja im Laden nichts mehr essen). Die offene Tüte konnten wir ja jetzt auch schlecht mit aufs Band legen und an den Expresskassen ist man ja auch unter Beobachtung. Und ein Ikea-Hausverbot wäre unser Tod! Wir lösen das also wie folgt: beim nächsten Ikea-Einkauf werden 2 Tüten bezahlt und nur 1 Tüte mitgenommen. So können wir alle auch wieder beruhigt schlafen.

Karma sammeln im Juni 2020

Pool ist nicht gleich Pool

Wir beenden diesen Rückblick noch mit einer kleinen Erfindung: Es war so schön sonnig und warm die letzten Wochen, dass wir einen Wäschekorb umfunktioniert haben und ihn als Fußpool unter den Schreibtisch gestellt haben. Wir überlegen, uns das patentieren zu lassen… Kleiner Scherz, aber wohl der coolste Arbeitsplatz in Hamburg – im doppelten Sinn.

Ende Juni sind dann auch schon die Sommerferien hier im Norden gestartet. Nochmal 6 Wochen frei, ach wat is dat schön. Schön auch, wenn einem 2 Wochen vorher der Sommerurlaub abgesagt wird. Katrin hat aber noch ein Haus in Dänemark ergattern können, direkt auf der Düne – nur ein paar Meter vom Meer. Annika muss noch bis Ende Juli warten, dann geht es für sie an die Ostsee. Bis dahin passiert hier aber sicher noch so einiges….

schlafzimmer make over part II – dekoration

schlafzimmer make over part II – dekoration

Werbung | In Zusammenarbeit mit Dear Sam:

Nachdem Katrin ein paar Nächte in ihrem “neuen” Schlafzimmer verbracht hat, wird es nun Zeit, dem Raum den letzten Feinschliff zu verpassen und ihm mit Dekoration noch mehr Wärme und Gemütlichkeit zu geben.

Und dafür ist folgendes geplant:

  • neue Bilder: auch hier wärmere Töne bei der Motivauswahl, zu einer kleinen Galerie gruppiert
  • mehr Textilien: in Form von Kissen und einer Tagesdecke
  • und die Dekoration: Vase, Tablett, Bücher

Bildergalerie

Die Wand gegenüber vom Betthaupt bekommt neue Bilder. Statt der 2 größeren Motive arbeiten wir nun mit einer Galerie aus größeren und kleineren Bildern.

Wir haben uns folgende Motive ausgesucht:

Dazu noch passende weiße Holzrahmen. Die Bilder haben ebenfalls warme Töne, auch wenn wir unserem Stil mit geografischen Formen und auch wenig Farbe und mehr Schwarz treu bleiben. Die neue Bildergalerie passt hervorragend auf die neue Wand und harmoniert ebenfalls mit den schwarzen Ball-Lampen über dem Bett.

Dear Sam bietet eine einzigartige Auswahl an Postern, Druckkunst und Rahmen. Von Fotokunst in Schwarzweiß bis hin zu abstrakten Pinselstrichen. Alle Poster werden auf Multidesign Smooth White gedruckt, ein qualitativ hochwertiges, unbeschichtetes Papier aus der französischen Papiermühle Clairefontaine. Dieses Papier ist archivierungsbeständig, es vergilbt also nicht im Laufe der Zeit. Das war uns bei der Auswahl der Bilder sehr wichtig. Außerdem haben die Poster von Dear Sam das EU Ecolabel und die FSC-Zertifizierung, die bestätigen, dass es sich um Papier aus verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung handelt.

Textilien und Deko

Weiß ist rein, schön und klar. Wir mögen weiß. Auch mit Kindern. Weiß alleine wirkt aber auch schnell mal wie ein Labor oder eine Zahnarztpraxis. Es braucht einen Gegenspieler, der das Weiß bricht und es wärmer macht. Durch unser Schlafzimmer Make Over Part I mit neuer Wandfarbe und Holzrückwand ist das bereits gut gelungen. Mit Textilien können wir zudem schnell und einfach Wärme und Gemütlichkeit erzeugen und vor allem – je nach Jahreszeit und Laune – Akzente setzen.

Zu allererst ziehen zur weißen Leinenbettwäsche zusätzliche Kissen und eine Tagesdecke mit ein. Die Farbe der Tagesdecke passt wieder sehr gut zur Wandfarbe und mit ihrem Baumwollmusselin kann sie auch einfach mal unordentlich auf dem Bett liegen und trotzdem toll aussehen. Wir machen zwar täglich unsere Betten, verbringen aber keine Viertelstunde damit, alles schön ordentlich zu drapieren.

Nachttischlampen und Tagesdecke

Ein Teppich unterm Bett ist zwar superschön, unser Raum ist dafür aber etwas zu klein, so dass wir darauf verzichten. Gardinen kommen ebenfalls nicht in Frage. Das Fenster ist sehr groß und es gibt keine Außenjalousie. Daher ist ein Verdunklungsrollo zwingend erforderlich, zusätzlicher Stoff würde dem Fenster jedoch die Weite nehmen und den schönen Blick aufs Grün versperren.

Die heimliche Bühne im Schlafzimmer

Das Fenster auf der gegenüberliegende Seite zur Zimmertür nimmt fast die gesamte Breite der Wand ein und lässt einen über die dahinterliegenden Felder blicken. Ein traumhafter Ausblick, über den man sich schon im Flur freut, wenn man ins Schlafzimmer schaut.

Fensterblick

Die fast “nackte” Fensterbank mag praktisch sein, sie ist aber auch gleichzeitig Bühne für eine ganze Wand. Lassen wir sie leer, wirkt es, als hätten wir sie vergessen oder würden gerade Fenster putzen.

Also zieht hier ein bisschen Deko ein: eine große Vase mit Trockenblumen, ein paar Zeitschriften oder Bücher und ein Tablett mit einer Karaffe mit frischem Wasser für die Nacht. Eine von Katrins schönen Kerzenständern können wir hier leider nicht platzieren, weil die Kerzen durch die Sonne sofort die Köpfe hängen lassen und das gleiche gilt auch für frische Blumen oder Pflanzen.

Als Pendant zur Dekoration auf der Fensterbank finden auch ausgewählte Deko-Elemente auf dem Schrank ihren Platz. Durch die Leuchte wird der Bereich noch einmal besonders in Szene gesetzt, das Licht spiegelt sich abends in den großen Fensterscheiben und verbindet die beiden Bereiche.

Klar und clean

So mögen wir es am liebsten. Das muss aber nicht immer gleichbedeutend sein mit kahl und weiß. Helle Töne, wenige ausgewählte Farben und Dekoelemente und Textilien und ein bisschen Holz verleihen jedem Raum Wärme, ohne dabei weniger minimalisitisch zu sein. Wir finden, dass ist hier gut gelungen und wir freuen uns schon aufs Zubettgehen heute Abend.

Habt es fein Ihr Lieben, eure Katrin und Annika

schlafzimmer make over part I – farben

schlafzimmer make over part I – farben

Nach unserem letzten Beitrag zum Thema “Betten” geht es heute noch einmal um das Schlafzimmer generell. Welche Funktionen hat dieser Raum? Wird er nur zum Schlafen genutzt? Was braucht man, um gut zu schlafen und um sich wohl zu fühlen?

Die Grundrisse unserer Häuser geben dem Schlafzimmer mehr Quadratmeter als den Kinderzimmern. Aber wiederum nicht genügend Fläche, um einen Sessel oder Tisch mit unterzubringen, die dem Raum mehr Funktionen geben würden.

Bei uns hat dieser Raum grundsätzlich nur zwei simple Aufgaben: Gute Nacht Geschichte (vor)lesen und schlafen. Was wir dazu brauchen? Ein Bett und eine Lampe. Na gut: und eine Kommode oder ein Schränkchen für ein paar Klamotten. Katrin hat ein separates Schrankzimmer, so dass wir bei ihr im Schlafzimmer keinen riesigen Kleiderschrank unterbringen müssen.

Daher haben wir uns jeweils dazu entschieden, in den kleinsten Raum des Hauses zu ziehen.

Ehrlich gesagt, wird dieser Raum im Vergleich zum Rest des Hauses eher stiefmütterlich behandelt. Graue, nackte Wände, vertrocknete Blumen, Lagerplatz hinter der Tür und eine provisorische Deckenlampe, die seit Einzug 2010 hängt. Wir halten uns hier ja auch nicht sonderlich viel auf.

Der Raum braucht mehr Wärme und Gemütlichkeit.

Eine gute Basis bildet das helle Bett und die weiße Leinenbettwäsche. Darin mögen wir am liebsten schlafen. Auch die Platzierung der Möbel werden wir so beibehalten, sie ist optimal. Was verändert sich also?

  • wärmere Farben: vor allem an den Wänden
  • Holz: nicht nur auf dem Fußboden
  • ausgeleuchtete Bereiche: die Deckenlampe ist nie an, also brauchen wie sie auch nicht
  • ausgewählte Deko: das ist die Kür und dazu gibt es noch einen gesonderten Beitrag

Die Farben

Die Rückwand hinterm Bett war bis dato dunkelgrau, beinahe schwarz gestrichen. Die Lampen im Nudeton passten perfekt. Der restliche Raum war in hellgrau gehalten. Eine Nicht-Farbe und ein altes Relikt aus unseren Anfängen. (Man hat sich nicht getraut, mit Farbe zu arbeiten, wollte aber nicht alles in weiß. )

Wir haben uns dazu entschieden, den gesamten Raum in einem warmen Beige-Ton von Kolorat zu streichen. Die helle Farbe im gesamten Raum wirkt deutlich ruhiger und harmonisiert perfekt mit dem Fußboden und dem weißen Schrank. Wir haben das erste Mal mit Kolorat-Farbe gestrichen und sind begeistert. Die dunkle Wand mussten wir nur einmal streichen, die Farbe ließ sich wunderbar verarbeiten und deckt hervorragend. Sie wirkt fast wie Puder auf der Wand, total ebenmässig und schön matt.

Holz und Licht

Das weiße Betthaupt muss weichen. Stattdessen bringen wir ein Holzpanell von einem Ikeabett an der Wand an. Ein ebay-Schnapper, das Bett gibt es in Deutschland nämlich nicht mehr. In das neue Rückteil könnten wir noch Bretter hängen, die als Nachttisch dienen. Da wir unsere weißen Nachttische von Kartell aber weiter nutzen wollen, lassen wir die Bretter einfach weg. Vorteil von geschlossenen Nachttischen: Man bekommt auch Dinge unter, die nicht unbedingt jeder sehen soll oder die Unruhe verbreiten.

Panel Bett

Die Nudefarbenen Ball Lampen geben der Wand nun einen rosa Stich. Das mögen wir nicht, es passt nicht zum Raum. Aus diesem Grund müssen die Lampen leider weichen und es zieht das gleiche Modell in neuer Farbe ein. Die mattschwarzen Lampen passen super und gefallen uns richtig gut.

Die Deckenleuchte wird abgeklemmt und mit einem Deckel versehen. Stattdessen zieht auf die weiße Kommode eine weitere Leuchte ein, die in diesem Bereich noch einmal gezielt Licht gibt. Für unsere Nutzung des Schlafzimmers ist die Beleuchung absolut ausreichend.

Jetzt geht es an die Deko.

Bevor wir mit der Deko loslegen, lassen wir den “neuen” Raum erstmal ein paar Tage bzw. Nächte auf uns wirken. Geplant ist eine neue Bildergalerie und ein paar hübsche Teile auf der Fensterbank. Weiter geht es also mit Part II….

katrin kolumna und annika blümchen

katrin kolumna und annika blümchen

Monatsrückblick Mai 2020

Mein Gott, was war das wieder für ein Monat! Wir verstehen jetzt, warum anderen schwindelig wird beim Lesen unserer Insta-Posts…. Wir fassen das mal in einem Rückblick für dich zusammen:

Der schönste Monat des Jahres startet mit einer Reality-TV-Show der etwas anderen Art: Wir zwei Grazien versuchen uns mit Klebenägeln in Katrins Badezimmer. Eigentlich ist die Nummer idiotensicher, wenn man das Ausmessen außer Acht lässt – was haben wir uns da einen abgebrochen! Die Krönung dann in der Badewanne… wir zwei… mit nassen Füßen… Klebestreifen überall und Annika wechselt mehrfach die Seite, quetscht sich an Katrin vorbei, bis sie kapiert, wie sie die Wasserwaage jetzt halten soll. Da war auch nix mehr mit Corona-Mindestabstand und so. Aber wir hatten Spaß.

Shit happens.

Das mit den Klebenägeln hat leider auch nur im Mai funktioniert. Nachdem wir hochmotiviert auch die neuen wirklich großen Bilder in Katrins Wohnzimmer mit den Teilen platziert haben, sind am Ende des Monats zwei Bilderrahmen kaputt, weil die Nägel leider nicht halten, was sie versprechen.

Wohnzimmer

Zum zweiten Schulstart unserer Großen geht Katrin Anfang des Monats in Maskenproduktion und ihr Dachboden explodiert unter Stoff- und Garnresten! Leider nicht nur der, sondern auch ihre Kaffeemaschine! Wegen Überproduktion zu heiß gelaufen… PENG. Nicht schön. Daher gab es kurzerhand eine Raumaufteilung: in der Hausnummer 12 wird genäht, in der 15 ist jetzt Büro und Kaffeeküche. Super-Sven hat die Kaffeemaschine Gott sei Dank reparieren können, der Kaffee schmeckt jetzt noch besser als vorher.

Die Knaller im Mai – der Rückblick

Pünktlich zu Annikas Geburtstag kommt am 8. Mai die heiß ersehnte Lieferung: die Tischtennisplatte! Die Stirnbänder wurden gewaschen und gestärkt, knappe Höschen kann keiner mehr tragen, die Bälle und Schläger wurden bereits auf dem Esstisch eingespielt und die Teams waren schon aufgeteilt. Und die Jungs haben wir sowas von abgezogen! Die Revanche steht allerdings noch aus.

Wenn das Nachbarskind zu deinem Outfit und deiner neuen Sonnenbrille sagt: „Du siehst aus wie Heidi Klum“, hüpfst du über die Holzterrasse in die Küche und dein Tag ist gerettet, egal was kommt. Wenn dein Mann am Tag darauf sagt: „Naja: eher Heidi Klumpen, oder?“…
An dieser Stelle ist nichts mehr hinzuzufügen. Punkt.

Zweiter Dämpfer im Mai ist der Dänemark-Urlaub, der nicht stattfindet. Unser Jahreshighlight – für Eltern und Kinder gleichermaßen – fällt leider aus. Nützt nix, ist so. 2021 ist schon wieder gebucht, so leicht sind wir jetzt auch nicht abzuwimmeln.

Kommen wir nun zu den schönen Dingen:

Katrins neue Outdoorlounge. Da hat sich mal wieder gezeigt, dass der erste Impuls manchmal einfach der richtige ist. Nachdem Katrins Mann durch halb Hamburg gefahren ist, um das Ikea Havsten-Sofa einzusammeln, steht das gute Teil nun auf der Holzterrasse und macht uns glücklich. Den Sommer verbringen wir auf jeden Fall genau – hier.

Der Abriss der Holzfassade bei Annika verlief auch nach Plan, die neue Fassade ist nach einer Woche Verzögerung auch dran und es sieht genauso aus, wie wir es uns vorgestellt haben. Die Nachbarn haben ihr Haus und Carport auch erneuert und nun schaut Katrins auf ein sehr harmonisches Haus-Double, wenn sie aus dem Fenster guckt:

Als neues Deko-Objekt ist ein supercooler schwarzer Panton Chair von Vitra eingezogen. Vom Kiez, aus der Boutique Bizarre – ein ebay-Schnapper! Wir sind in love, das Teil passt perfekt rein und macht aus dem Corona-Schreibtisch-Provisorium im Wohnzimmer einen edlen Home Office-Platz.

Panton Chair Vitra

Wir beenden diesen Rückblick nun noch mit einem absoluten Knaller:
Ein hauch design ist beim Garden & Home Blog Award in der Kategorie Bester Newcomer unter den 4 FInalisten. Also wir freuen uns sehr, sehr, sehr, sehr. Ist das geil? Ist es! Drückt uns die Daumen, dass wir das Teil abräumen. Die Konkurrenz ist groß, riesig um es genau zu sagen. Aber wir sind dabei. Yeah. In diesem Sinne, kommt gut in den Juni.

garten oder outdoor-raum

garten oder outdoor-raum

Ein Haus – ein Garten. Meist kümmert man sich erst um das Haus und die Planung der Raumaufteilung. Draußen pflanzt man pflegeleichtes Grün. Irgendwann ist dann aber auch die Gestaltung des Outdoor-Bereichs dran und das ist meistens ein größeres Projekt, als man denkt.

In dieser Rubrik zeigen wir dir demächst Ideen und Anregungen für typische Hamburger Speckgürtelgärten, Reihenhausgärten, Doppelhausgärten, Kiesgärten, Spielgärten, Terrassen, Bepflanzungen und vieles mehr. Freu dich drauf.

eine nächtliche wanderung durch die betten

eine nächtliche wanderung durch die betten

Wie viele Betten braucht ein Kind? Und gibt es noch Alternativen zum Familienbett?

Schlaf/ʃlaːf,Schláf | Substantiv, maskulin [der]
Definition: der Erholung des Organismus dienender Zustand der Ruhe, der Entspannung (bei Menschen und Tieren), in dem die Augen gewöhnlich geschlossen, das Bewusstsein ausgeschaltet und viele Körperfunktionen herabgesetzt sind

Bevor wir hier jetzt ausholen, mussten wir einmal kurz schauen, was “Schlaf” nochmal genau war. Katrin hat genaugenommen seit 12 Jahren keine einzige Nacht mehr durchgeschlafen und wir behaupten jetzt einfach mal, dass sie das auch nie wieder tun wird. Wie sie dabei jeden Morgen so frisch aussehen kann und gut gelaunt ist, ist uns schleierhaft, freut aber alle in ihrem Haushalt lebenden Personen.

Bei Annika ist das ein bisschen anders. Die ist nämlich seitdem sie denken kann ein Morgenmuffel und braucht eine morgendliche Starthilfe und Warmlaufphase von mindestens 15 Minuten und 2 Tassen Kaffee. Wenn sie nicht schlafen kann oder nachts geweckt wird, wird sie zur Furie und bekommt Mordgelüste. Kein Spaß. Da gibt es auch keine Differenzierung zwischen Mann, Kind oder Tier.

Unsere insgesamt 5 Kinder hatten bereits 18 verschiedene Betten.

Wir beide hatten genau 2. Hmpf. Aber nochmal von vorne: Die Kinder lagen im ersten Jahr in einem Gitterbett. Sollten liegen. Es folgte eine Spiel- und Kuschelmatratze, die Annikas Großer sehr schnell als normales Bett benutzt hat und Mama mit drauf sollte. Katrins Jungs hatten kurze Zeit auch ein Juniorbett. Das sah wirklich hübsch aus und macht sich sehr dekorativ im Kinderzimmer, passte Mama aber auch nicht wirklich mit rein. Wir haben es quasi neuwertig verkauft. Die Kinder hatten also relativ früh ein normales Bett (90×200), schliefen aber weiterhin am liebsten bei Mama und Papa – in welchem Bett war dabei zweitrangig.

Das Gästebett wurde dabei meist von Papa belegt, dem es irgendwann zu eng wurde im Elternbett mit den ganzen Kindern und Stofftieren. Annikas Mann schlief mehrere Wochen beim Kleinen auf einer Matratze auf dem Boden, damit er sich daran gewöhnte, wieder in seinem Bett zu schlafen. Das hat auch zeitweise gut funktioniert. Zeitweise, irgenwann schummelte er sich wieder ins Elternbett. Also der Kleine. 🙂

Ein Familienbett kommt nicht in Frage, weil:

  • es sich nicht mehr lohnt.
  • wir nicht dauerhaft zu viert bzw. fünft in einem Bett schlafen wollen.
  • das Schlafzimmer schlichtweg zu klein ist für ein größeres Bett.
  • Papa schnarcht.

Die Lösung kam zufällig, weil wir bei Freunden in einem 140×200 Bett geschlafen haben. Wenn wir ein Ehebett und ein größeres Gästebett haben, können wir uns bei Bedarf aufteilen und jeder mit einem Kind bequem in einem richtigen Bett schlafen. In dem Gästebett schlief dann aber immer häufiger der Große, so dass das 140er Bett irgendwann in sein Zimmer wanderte. Katrins Tochter zog schnell nach, als aus dem Mädchenzimmer plötzlich ein Jugendzimmer wurde.

Mittlerweile hat Annika bei beiden Jungs ein 140er Bett stehen, das gleiche, damit es keinen Streit gibt. Sie wandert somit nicht mehr nachts durch die Betten, sondern wird immer mal wieder in das große Kinderbett eingeladen, um dort zu schlafen. Der Papa schläft manchmal alleine im Ehebett oder auch der Kater, wenn wir uns alle in die großen Kinderbetten kuscheln.

Bei Katrin wird sich gefreut, wenn einer bei Töchterchen schlafen darf – sie hat nämlich die kuscheligste Ecke und die mit Abstand bequemste Matratze!

Wie viele Betten braucht ein Kind?

Zwei. Wenn das Kinderzimmer es hergibt, haben wir eine ganz klare Empfehlung als Alternative zum Familienbett: Nach dem Gitterbett ein 140×200 Bett für die Kleinen. Stillkissen und große Stofftiere füllen das Bett, wenn das Kind alleine schläft. Ein Ausfallschutz kann auch hier angebracht werden und die Größe ist perfekt zum Toben, Kuscheln und Höhlen bauen. Freunde schlafen einfach mit im großen Bett, auch Geschwisterkinder können sich ein großes Bett sehr lange teilen. Und wenn Gäste kommen, wird das Bett geräumt, die Kinder umverteilt und die Gäste bleiben länger, als sie sollen. Einen Haken muss das ganze ja auch haben.

soft-minimalismus oder die kammer des schreckens

soft-minimalismus oder die kammer des schreckens

Minimalismus mit Kindern, geht das eigentlich? Wir finden schon, zumindest so, wie wir es definieren. Minimalismus sind bei uns mehr als 100 Teile, vermutlich sogar mehr als 1.000 – aber jedes einzelne davon kennen und suchen, ähm, finden wir.

Minimalismus bedeutet für uns, nur Dinge um uns zu haben, die wir entweder brauchen (Schraubenzieher) oder die uns Freude bereiten (die 64. Vase). Und das gilt auch für unsere Kinder. Es gibt zwei weitere, ganz pragmatische Gründe, warum wir soft-minimalistisch leben:

1. wer weniger hat, räumt weniger auf und
2. wer weniger hat, weiß, wo alles ist

Und an Punkt 2 ist der Casus Knacktus, wenn Kinder mit im Haus leben. Kinder, die so phantasievoll spielen, dass aus einem Pappkarton und einer Suppenkelle ein Piratenschiff mit Superkanonenschleuder-extreme wird und eben dieses Schiff vom Küchen- und Essbereich in den Graben vor der Haustür wandert. Kochen wir 2 Tage später die Lieblingsssuppe der Jungs, ist die eine, geliebte, praktische und wirklich schöne Suppenkelle nicht mehr da. Vorläufig. Sie taucht irgendwann wieder auf, im wahrsten Sinne des Wortes.

Warum es trotzdem funktioniert: Weil wir akzeptiert haben, dass in einem Haus mit Kindern keine Ordnung herrscht und jeder sein eigenes System hat, Minimalismus Hin oder Her.

Auch wir haben die Bücher von Marie Kondo gelesen und ja, sie haben unser System im Haus nochmal optimiert und auch dazu geführt, dass wir das geerbte Geschirr von Schwiegermama endlich ruhigen Gewissens an die Freundin mit dem Ferienhaus an der Nordsee weitergeben konnten. Marie Kondo gibt jedem Ding im Haus einen Wert und eine Aufgabe. Ist die Aufgabe erfüllt, kann es weg. Das Beispiel mit der Postkarte ist gut zu verstehen: Wenn ich die Karte aus dem Briefkasten hole und mich über sie freue, hat sie ihren Zweck erfüllt. Eventuell darf sie auch noch eine Weile am Kühlschrank hängen. Wird sie jedoch von Kunstobjekten der Kinder oder Pfandbons überlagert, dann kann sie auch weg.

Aufgabe erfüllt, danke und tschüß.

Das Gleiche gilt für die Kinderzimmer. Haben die Jungs soooo gerne mit dem Holzkran gespielt, nimmt er jetzt aber nur noch Platz für die Lego-Welt weg, dann darf er doch jetzt auch ein anderes Kind glücklich machen, oder?

Haben die Kinderzimmer eine Größe von 11 Quadratmetern, weil das Wohnen in Ballungsräumen so unfassbar teuer ist, haben Kran und Lego zusammen auch einfach keinen Platz. Wird mit beidem gespielt, dann wandert eins von beidem für eine gewisse Zeit auf den Dachboden oder – wer einen besitzt – in den Keller.

Katrin hat in den Schlafräumen der Kinder und auch in ihrem eigenen keine Kleiderschränke. Es gibt eine “Kleiderkammer” im Obergeschoss, die alle benutzen. Jeder hat 1 Meter Schrank. Ist der voll, muss etwas ausziehen, bevor etwas Neues einziehen kann. Annika hat sogar nur 1,5 Meter Schrank für 4 Personen (okay, und eine Kleiderstange unterm Dach). Klar, ist das manchmal zu wenig. Aber mal Hand ans Herz: Die Designer-Bluse, die so chic ist und soo günstig war im Sale damals, die nimmt nur Platz weg, weil sie nämlich gar nicht richtig passt. Also: weg damit und bitte jemand anderen glücklich machen.

Als wir mit Marie Kondo angefangen haben, haben wir mit den Schuhen der ganzen Familie begonnen. Wir hatten welche im Schuhschrank, im Technikraum, im Schuppen, in den Schränken und in der Kammer. 5 Plätze für Schuhe! Verrückt.

Also alles auf einen Haufen und mal kurz wirken lassen.

Der Berg war riesig! Huch, die Sandalen habe ich noch? Größe 33 passt den Jungs doch nicht mehr (Größe S der Mama auch nicht)! Hier war ja noch ein paar Turnschuhe, und schau mal die Absätze, trägt ja keiner mehr. Als wir fertig waren und die Freundin fragte, ob wir noch Gummistiefel in Größe 30 haben, konnten wir das sofort beantworten: “Ja, die sind in der Flohmarktkiste, kannst du gerne haben.”

Wenn Geschirr ausschließlich im Geschirrschrank steht und das Werkzeug ausschließlich im Werkzeugkoffer, dann räumt man viel schneller auf und man sucht auch weniger. Es gibt ja nur einen möglichen Platz! Das verstehen auch die Kinder. Lego zu Lego, Autos zu Autos. Die Ikea Samla Boxen erfüllen in jedem Raum ihre Dienste und jeder sieht auch ohne, dass er lesen kann, was wo reingehört.

Zahnpasta und Zahnbürsten mussten wir ein ganzen Jahr nicht neu kaufen, wir hatten genug. Und wir wussten genau wie viel. Ausmisten heißt nicht unbedingt wegwerfen, es heißt sortieren und umverteilen. Was wir nicht mehr brauchen oder doppelt haben, braucht vielleicht jemand anders. In den Müll gehört nur das, was kaputt ist und abgelaufen.

Wir haben vieles verschenkt oder bei ebay Kleinanzeigen verkauft…

.. anstatt auf den nächsten Flohmarkt zu warten und von 6 Kisten 4 wieder mit nach Hause zu bringen. Den Streuwagen brauchen wir 2x im Jahr, nämlich zum Rasendüngen. Das gleiche gilt für den Rasenkantenschneider. Wir helfen uns hier gegenseitig aus in der Nachbarschaft. Und so wird aus Minimalismus auch gleich Nachhaltigkeit. Es muss nicht jeder alles haben. Wir wissen, dass Katrin den Streuwagen hat, Annika den Kantenschneider und Angela die Saftpresse.

Wir haben jeder eine überschaubare Menge an Dingen, die wir auf unsere Schuppen, Kammern und Keller verteilen. Für die Kinder frei zugänglich und somit auch oft und regelmäßig explodiert. Ordnung herrscht nicht, sie muss immer wieder hergestellt werden. So ist das auch mit dem Minimalismus.