ikea und zeit (fehlt immer)

ikea und zeit (fehlt immer)

Einer unserer absoluten Lieblingsorte ist IKEA. Wir schaffen es, uns hier einen ganzen Tag aufzuhalten. Mit 5 Kindern. Inklusive Frühstück, Mittagessen und Softeis. Der Kaffee ist super, das Bällebad verschafft uns noch eine kleine Extra-Runde durch die Küchenabteilung und wenn die Kids am Ende doch nicht mehr können, hauen wir manchmal auch noch einen Hot Dog raus.

Leider sind wir nicht die Teelichter-Fraktion. Unsere Wagen sind immer brechend voll, plus noch einen Extra-Wagen für neue Möbel und Teppiche. Als IKEA-Profis fahren wir mit 2 Autos. Immer. Und im Parkhaus spielen wir dann Tetris. Es wird nach Platzangebot geladen, nicht nach Käufer. Das gilt am Ende auch für die Verteilung der Kinder. IKEA geht also nur zusammen. Meine Jungs wollen ohne Katrin auch gar nicht mehr zu IKEA – das haben sie absolut klar gestellt.

Wir haben sogar eine Buch über die Entstehungsgeschichte von IKEA. Wir beide. Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch Katrin es bisher noch nicht gelesen hat – es fehlt die Zeit. Überhaupt haben wir immer viel zu wenig Zeit.

Auch heute wieder so ein Klassiker:

Wir treffen uns zum Arbeiten und wollen uns nach 2 Stunden „trennen“, die Bilder für Insta sind im Kasten und wir haben beide noch echt was auf dem Zettel, bevor die Kids nach Hause kommen. Vor unserem Date habe ich 1,5 Stunden aufgeräumt und sauber gemacht, damit das schon erledigt ist. Es ist 11:30, als Katrin und ich uns das erste Mal erfolglos verabschieden. Danach schieben wir nochmal eben schnell das weiße Fjälkinge-Regal vom Wohnzimmer in die Küche (wow, was da alles zwischen dem Staub liegt), die Besta-Schränke aus dem Schuppen ins Wohnzimmer und die Weihnachtsdeko für unser morgiges Insta-Posting auf den 2,30 Meter langen Esstisch.

Ok, den Rest mache ich alleine, Katrin muss jetzt wirklich los. Aber bei den Bildern muss sie nochmal kurz schauen, wo soll das übriggebliebende Bild aus der Küche jetzt hin? Schnell den Werkzeugkoffer rausgekramt, Werkzeug in die Lücken auf dem Esstisch verteilt und das Chaos ist perfekt. Heute schon aufgeräumt und geputzt? Wer? Wo?

„Mach doch mal schnell noch einen Kaffee.“

Kleine Stärkung und weiter gehts mit Hammer, Nägeln und Bildern. Auch wenn wir eigentlich keine Zeit haben und die Nägel auch nicht immer gerade in die Wand geschlagen bekommen – es war eine wirklich harte Außenwand – benutzen wir natürlich eine Wasserwaage. Als die Bilder hängen, kriecht Katrin noch fix unter die Besta-Schränke und richtet sie korrekt aus. Wohin mit der Stehlampe, irgendwie ist die jetzt übrig? Nirgends passt sie richtig, wir tauschen mal den Lampenschirm mit dem der Tischlampe, wieder zurück, tiktaktitak, die Zeit läuft. 13:00 Uhr.

Und noch die Fensterbank mit XMAS-Deko dekorieren.

Muss Katrin machen. Ich habe für die Details kein gutes Auge. Dafür aber für Möbel. Da experimentiere ich gerne und weiß, dass 5 cm bei einem 3-Meter-Sofa eine riesige Wirkung haben können. Aber wie viele Dekoteile in welcher Kombination jetzt welche Stimmung erzeugen, das kann nur Katrin. Fummel ich 20 Minuten an Zweigen in einer Vase rum und es sieht immernoch aus wie „gewollt, aber nicht gekonnt“, nippt Katrin an Ihrem Kaffee und bewegt den einen, einzigen, kleinen Zweig so ganz nebenbei ein kleines Stückchen nach links und Zack: das Arrangement ist perfekt.

Um 13:30 verlässt Katrin mein neu arrangiertes und dekoriertes Haus. Ich kämpfe mich durch 6 Meter Lichterkette, so eine kleine, filigrane, mit Batterie. Von IKEA, natürlich. Für den Tannenbaum aus Ästen. Immer schön rumwickeln, gleichmäßig. Nach 3 Anläufen und einem kleinen Wutanfall habe ich es geschafft. Tata. Das Teil bummelt an der Wand und leuchtet richtig schön. Sogar der Gatte sagt am Abend:

Das sieht aber schön aus„.

Und ich denke mal wieder: „Danke Katrin“.


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