eine nächtliche wanderung durch die betten

eine nächtliche wanderung durch die betten

Wie viele Betten braucht ein Kind? Und gibt es noch Alternativen zum Familienbett?

Schlaf/ʃlaːf,Schláf | Substantiv, maskulin [der]
Definition: der Erholung des Organismus dienender Zustand der Ruhe, der Entspannung (bei Menschen und Tieren), in dem die Augen gewöhnlich geschlossen, das Bewusstsein ausgeschaltet und viele Körperfunktionen herabgesetzt sind

Bevor wir hier jetzt ausholen, mussten wir einmal kurz schauen, was „Schlaf“ nochmal genau war. Katrin hat genaugenommen seit 12 Jahren keine einzige Nacht mehr durchgeschlafen und wir behaupten jetzt einfach mal, dass sie das auch nie wieder tun wird. Wie sie dabei jeden Morgen so frisch aussehen kann und gut gelaunt ist, ist uns schleierhaft, freut aber alle in ihrem Haushalt lebenden Personen.

Bei Annika ist das ein bisschen anders. Die ist nämlich seitdem sie denken kann ein Morgenmuffel und braucht eine morgendliche Starthilfe und Warmlaufphase von mindestens 15 Minuten und 2 Tassen Kaffee. Wenn sie nicht schlafen kann oder nachts geweckt wird, wird sie zur Furie und bekommt Mordgelüste. Kein Spaß. Da gibt es auch keine Differenzierung zwischen Mann, Kind oder Tier.

Unsere insgesamt 5 Kinder hatten bereits 18 verschiedene Betten.

Wir beide hatten genau 2. Hmpf. Aber nochmal von vorne: Die Kinder lagen im ersten Jahr in einem Gitterbett. Sollten liegen. Es folgte eine Spiel- und Kuschelmatratze, die Annikas Großer sehr schnell als normales Bett benutzt hat und Mama mit drauf sollte. Katrins Jungs hatten kurze Zeit auch ein Juniorbett. Das sah wirklich hübsch aus und macht sich sehr dekorativ im Kinderzimmer, passte Mama aber auch nicht wirklich mit rein. Wir haben es quasi neuwertig verkauft. Die Kinder hatten also relativ früh ein normales Bett (90×200), schliefen aber weiterhin am liebsten bei Mama und Papa – in welchem Bett war dabei zweitrangig.

Das Gästebett wurde dabei meist von Papa belegt, dem es irgendwann zu eng wurde im Elternbett mit den ganzen Kindern und Stofftieren. Annikas Mann schlief mehrere Wochen beim Kleinen auf einer Matratze auf dem Boden, damit er sich daran gewöhnte, wieder in seinem Bett zu schlafen. Das hat auch zeitweise gut funktioniert. Zeitweise, irgenwann schummelte er sich wieder ins Elternbett. Also der Kleine. 🙂

Ein Familienbett kommt nicht in Frage, weil:

  • es sich nicht mehr lohnt.
  • wir nicht dauerhaft zu viert bzw. fünft in einem Bett schlafen wollen.
  • das Schlafzimmer schlichtweg zu klein ist für ein größeres Bett.
  • Papa schnarcht.

Die Lösung kam zufällig, weil wir bei Freunden in einem 140×200 Bett geschlafen haben. Wenn wir ein Ehebett und ein größeres Gästebett haben, können wir uns bei Bedarf aufteilen und jeder mit einem Kind bequem in einem richtigen Bett schlafen. In dem Gästebett schlief dann aber immer häufiger der Große, so dass das 140er Bett irgendwann in sein Zimmer wanderte. Katrins Tochter zog schnell nach, als aus dem Mädchenzimmer plötzlich ein Jugendzimmer wurde.

Mittlerweile hat Annika bei beiden Jungs ein 140er Bett stehen, das gleiche, damit es keinen Streit gibt. Sie wandert somit nicht mehr nachts durch die Betten, sondern wird immer mal wieder in das große Kinderbett eingeladen, um dort zu schlafen. Der Papa schläft manchmal alleine im Ehebett oder auch der Kater, wenn wir uns alle in die großen Kinderbetten kuscheln.

Bei Katrin wird sich gefreut, wenn einer bei Töchterchen schlafen darf – sie hat nämlich die kuscheligste Ecke und die mit Abstand bequemste Matratze!

Wie viele Betten braucht ein Kind?

Zwei. Wenn das Kinderzimmer es hergibt, haben wir eine ganz klare Empfehlung als Alternative zum Familienbett: Nach dem Gitterbett ein 140×200 Bett für die Kleinen. Stillkissen und große Stofftiere füllen das Bett, wenn das Kind alleine schläft. Ein Ausfallschutz kann auch hier angebracht werden und die Größe ist perfekt zum Toben, Kuscheln und Höhlen bauen. Freunde schlafen einfach mit im großen Bett, auch Geschwisterkinder können sich ein großes Bett sehr lange teilen. Und wenn Gäste kommen, wird das Bett geräumt, die Kinder umverteilt und die Gäste bleiben länger, als sie sollen. Einen Haken muss das ganze ja auch haben.

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